27.11.2020

Mondbäume

Mondbäume
Die Mondin übt auf mich eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Zum Vollmond bin ich oft ich wach und nutze diese Zeit, um im Garten zu Trommeln oder Flöte zu spielen, fuhr in die Wälder oder badete im Mondenschein (immer angezogen, weil mir solche Ideen grundsätzlich in der kalten Jahreszeit kommen). Die Vollmondenergie, die mich dabei durchströmte war immer wunderbar kraftvoll und nicht selten flossen Tränen der Dankbarkeit. Wie Generationen vieler Frauen vor mir, kann auch ich mich ihrem Einfluss auf meine persönlichen Zyklen nicht entziehen.  Nun bin ich in der Mitte meines Lebens angekommen und damit verändern sich auch meine Zyklen, so, wie alles im Leben immer bestimmten Zyklen unterlegen ist, die sich verändern. Leben ist Bewegung. 
Der Mond steht für mich für die Weiblichkeit und das verborgene, geheime Wissen der Frauen, das weitergegeben wird von der Mutter an die Tochter. Das Geheimnis von Leben und Tod. Das Geheimnis der Zyklen. Das Geschenk des Lebens. Und des Göttlichen in uns.

Die Verehrung des Mondes hat eine lange Tradition. So wurden in früheren Zeiten von unseren Vorfahren Mondfeste gefeiert, die auch heute wieder zunehmend in unser Bewusstsein rücken und zelebriert werden. Samhain, Yule, Imbolc und Beltane sind die Feste, die mir zum Beispiel sehr am Herzen liegen und die bei uns zelebriert werden. Es wundert mich persönlich nicht, dass auch schon in alten Zeiten Bäume wie Heiligtümer verehrt wurden und mit Göttern gleichgesetzt wurden. Oder ihren die Planeten unseres Sonnensystems zugeordnet wurden. So gibt es Mond- und Venusbäume, aber auch Jupiter-, Saturn- und Marszuordnungen. Renato Strassmann geht darauf in seinem Buch „Baumheilkunde“ ein, dass ich immer gerne zu Rate ziehe.

Ich war bei der Recherche dazu ein bisschen überrascht, denn das sind tatsächliche nahezu alles meine allerliebsten Lieblingsbäume, aus denen ich immer wieder Flöten fertige. Birke, Kirsche, Linde und Silberweide. Aber auch Quitte und Zwetschge gehören dazu.  

Die Birke ruft mich jedes Jahr im Frühjahr und ist praktisch die erste, die auf sich aufmerksam macht. Sie ist aber ja auch früh wach und das ist er Grund, warum ich jedes Jahr an Imbolc einen Flötenbaukurs anbiete. Diese wunderbar sprudelnde, freudige Energie ist ganz besonders und ihr Holz ist wie ein Überraschungsei, man weiß nie so ganz, was sich unter der Rinde zeigen mag. 

Die Kirsche ist Weiblichkeit pur. Und ihr Holz wird mit den Jahren dunkler und reifer, bekommt mehr Sinnlichkeit. 

Die Linde ist die Mütterlichste unter den genannten Hölzern. Sie fängt dich auf mit ihrer Energie und spendet dir Kraft und Trost. 

Und die Silberweide geht mit dir in dein Herz um den Schmerz zu finden und zu erlösen.

Patricia - 06:49:45 | Kommentar hinzufügen